Montag, 12. Mai 2014

Die Sache mit dem impliziten Wissen ...

In unserem Seminar geht es um das informelle Lernen (das wiederum aus intentionalen und inzidentellem Lernen besteht) - d.h. manches Wissen wird bewusst und anderes beiläufig gelernt.

Genauso kann man auch Wissensbestände voneinander unterscheiden. Manches Wissen ist explizit abrufbar (z.B. Bücherwissen, das wir ja bereits verbal aufnehmen wird leichter explizit abrufbar sein - zumindest eine Zeit lang).

Anderes Wissen (recht vieles sogar) ist aber nur implizit verfügbar. Es "steckt z.B. im Körper", wenn unsere Hände wissen wo auf der Computertatstatur sie sich hingewegen müssen, bevor die Augen hinschauen.
Oder aber wir haben implizites Wissen "beiläufig" erworben, z.B. über den sogenannten heimlichen Lehrplan (http://de.wikipedia.org/wiki/Heimlicher_Lehrplan).

Gerade wenn es um Handgriffe (inkorporiertes Wissen) geht (versierte Computerspieler haben das Bedienen der Konsole etc. in ihren Händen und können nur schwer davon berichten) ist es nicht möglich alles zu verbalisieren. Und manches ist auch gar nicht bewusst. Da braucht es dann andere Erhebungsmethoden als das Interview oder die Befragung, um an diese Wissensbestände zu kommen.
Mit der pädagogischen Ethnographie (teilnehmende Beobachtungen und ad-hoc-Interviews, Materialanalysen, etc.), sowie assoziativen Methoden wie z.B. Zeichnungen erstellen lassen, kann versucht werden der Verbalisierung etwas zu entkommen, und Erkenntnisse zu gewinnen, die den jeweiligen Menschen so selbst nicht ganz bewusst und verbal zur Verfügung stehen.

Freitag, 9. Mai 2014

Heute schon informell Computer-gelernt?

Eine gute Einstiegsquelle ins Internet und den Umgang mit dem Computer gibt es - jugendlichengerecht aufbereitet - unter:
http://www.lizzynet.de

Skypen, Musik streamen, den richtigen Browser installieren, ... können wir ja alles, oder ...?

Und was ist z.B. mit RSS und Image-Hosting ...?

Hier werden Begriffe und Internet-Möglichkeiten wirklich gut erklärt:
http://www.lizzynet.de/wws/6065700.php?sid=98553238694087509839832993300300

Montag, 5. Mai 2014

Heute und morgen: Konferenz in Graz

Die jährlich in Graz stattfindende STS Conference “Critical Issues in Science and Technology Studies” widmet sich heute und morgen dem Thema der sozialen und ökologischen Bezüge von Technologie. So behandelt eine Konferenz-Session das Thema der Sozialen Gerechtigkeit & Diversity während eine andere nach Körper- und Gender-Aspekten von Technologien fragt.

Das genaue Programm findet sich hier:
http://www.ifz.tugraz.at/ias/Media/Dateien/Downloads-IFZ/IAS-STS/IAS-STS-Conference/STS-Conference-2014/Preliminary-Program-STS-Conference-2014

Nach der Konferenz werden alle Materialien (Präsentationen, Papers, Abstracts) online auf der Webseite abrufbar sein:
http://www.ifz.tugraz.at/ias/IAS-STS/Upcoming-Activities/STS-Conference-Graz-2014

Gruß aus den USA

Wir sind in der ersten Mai-Woche bei der "Gender. Bodies and Technologies" Tagung in Virginia (US), um uns mit internationalen WissenschafterInnen auszutauschen, und besprechen dort Themen, die uns auch in unserer Lehrveranstaltung beschäftigen:

Birgit Hofstätter hält einen Vortrag über “Brokeback Twilight: Media Participation and Queer Politics”
und Anita Thaler spricht in “Pervasive Technology – Pervasive Misogyny?” über feministische und frauenfeindliche Seiten von Twitter.

Mehr zur Konferenz: http://www.cpe.vt.edu/gbt/program.html

Tätigkeitsbericht schicken bitte

Liebe Studierende,

bitte denken Sie daran uns bis spätestens 7. Mai einen Kurzbericht über die bisherigen Arbeiten (und auch gerne über offene Fragen) Ihrer Kleingruppe zu schicken, damit Sie noch genügend Zeit haben bis zum nächsten Präsenztermin am 15.5. unser Feedback einzuarbeiten und zu berücksichtigen.

Beim nächsten Lehrveranstaltungsblock wollen wir dann ja mit den jeweils verbesserten Tätigkeitsberichten (und den bis dahin gesammelten Materialien aus den empirischen Erhebungen: Beobachtungen, Interviews, Dokumenten- und Medienanalysen) der einzelnen Kleingruppen weiterarbeiten.

Mittwoch, 16. April 2014

"Grüne IT"?

Für viele Menschen spielen Informations- und Kommunikationstechnologien zunehmend eine große Rolle im alltäglichen Leben (vom Smartphone über den e-Book-Reader bis zum Notebook), das Wissen um energiesparende Nutzung ist hingegen weniger vorhanden. Die Unsichtbarkeit der scheinbar immateriellen, virtuellen Dienstleistungen und Produkte und deren Energiebedarf sowie die Auswirkungen auf die Umwelt sind deshalb Herausforderungen, die im Zusammenhang mit Europas 2020 Zielen zu bearbeiten sind.

Das aktuell laufende EU-Projekt „useITsmartly“ will diese Lücke durch die Entwicklung innovativer Lösungen schließen, besonders um „smarte IT-Nutzung“ junger Menschen zu befördern, und Ideen generieren, wie diese jungen Menschen mit genau diesem Thema überhaupt erreicht werden können.

Das Projekt kommuniziert dazu regelmäßig über die Webseite (http://www.useitsmartly.com/), sowie über Facebook-, Twitter- und Instagram-Accounts (@useITsmartly) - es wäre nett Sie dort zu "treffen"!

Montag, 14. April 2014

Vorschau auf eine Methode für das nächste Mal: World Café

Im aktuellen Newsletter der Online-Plattform www.erwachsenenbildung.at wird die Methode vorgestellt, die wir in unserem Seminar auch beim nächsten Termin anwenden werden:
"Das "World Café", seltener auch "Café to go" genannt, ist eine Methode, mit der eine große Zahl von TeilnehmerInnen Wissen und Perspektiven austauschen und die Ergebnisse des Austausches dokumentieren können. Sie lässt sich primär für Diskussion, Wissensaustausch und Ideenfindung einsetzen."
Quelle: http://erwachsenenbildung.at/aktuell/nachrichten_details.php?nid=7360
  • Haben Sie damit auch schon Erfahrungen gemacht?
  • Als Teilnehmende_r oder in einem eigenen Seminar?
  • In welchem Kontext bzw. mit welchen Themen und unter Bedingungen funktioniert die Methode besonders gut?

Dienstag, 8. April 2014

Geschlechtergerechtes Formulieren

Aus gegebenem Anlass (in den Medien wird gerade eine Ö-Norm-Diskussion geführt), aber auch für sämtliche schriftliche Proseminararbeiten, Poster und andere Schriftstücke, die im Zuge unseres Seminars erstellt werden, bitten wir Sie um geschlechtergerechtes Formulieren.
Hier ein Auszug aus einem mail von Kirstin Mertlitsch und Mareen Hauke vom Zentrum für Frauen- und
Geschlechterstudien, das erklärt warum dies so wichtig ist, und wo Sie weiterführende Informationen finden:

"Sprachliche Geschlechtergerechtigkeit trägt zum Abbau von sexistischen Diskriminierungen und zur Geschlechterdemokratie bei. Sprache bildet nicht nur Wirklichkeit ab, sondern stellt Realität auch her - wie Maria Nicolini treffend in ihrer Stellungnahme schrieb - darüber besteht in den Gender Studies breiter Konsens. Aufgrund des rekordverdächtigen Rücklaufs von rund 1.200 Stellungnahmen zum Ö-Norm-Vorschlag steht nun in Aussicht, dass dieser Entwurf fallen gelassen wird.

Als konstruktiven Beitrag für eine sprachliche Geschlechtergerechtigkeit möchten wir auf den soeben erschienenen Folder „Geschlechtergerechter Sprachgebrauch – Ein Leitfaden von Studierenden“ von Mareen Hauke und Rosemarie Schöffmann aufmerksam machen.

Der Folder, der vom Zentrum für Frauen- und Geschlechterstudien und der ÖH Klagenfurt/Celovec mitherausgegeben wurde, ist unter dem Link http://www.uni-klu.ac.at/gender/inhalt/429_2325.htm abrufbar und unter folgender Adresse postalisch bestellbar: gender.zentrum@uni-klu.ac.at"

Montag, 7. April 2014

Viel Interesse an unserem Thema "Technik-Lernen" bei der Langen Nacht der Forschung

Freitag Nacht (4.4.2014) fand an der AAU Klagenfurt die Lange Nacht der Forschung statt und wir waren mit 2 Stationen zum Thema "Technik-Lernen" dabei.

- Wie kann man mit dem eigenen Computer die Lieblings-Fernsehserie schneiden und bearbeiten (remixen), um z. B. ein anderes Ende einer Geschichte zu erzählen?
- Worin liegen die Hauptunterschiede von Twitter und Instagram zu Facebook und wie kann man mit Twitter lernen?
- Warum haben Studierende ihre Bekannten und Familie interviewt, um herauszufinden wie sie gelernt haben eine Waschmaschine zu bedienen?
- Welche Art von Bedienungsanleitung ist gut dazu geeignet Wissen über Haushaltstechnik zu erwerben?
- Kann informelles Lernen zur Demokratisierung von Bildung beitragen und welche Rolle spielt dabei Technik?

Diese und viele andere Fragen wurden uns gestellt und mit uns diskutiert - Danke an alle, die geholfen und sich beteiligt haben!

Einen kleinen Foto-Rückblick haben wir auf Instagram (@useITsmartly) gepostet:
http://instagram.com/p/mYTUU3rD2l/
http://instagram.com/p/mX8-HYrD0f/
http://instagram.com/p/mX1_N0rD6Q/

Donnerstag, 3. April 2014

Wir sind bei der Langen Nacht der Forschung!

Das IFZ ist mit 2 Stationen bei der Langen Nacht der Forschung vertreten, am Freitag 4. April ab 16:30 an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Die Station U24 von Anita Thaler und Studierenden thematisiert: Wo und wie lernen wir mit Technologien des Alltags umzugehen? Mehr dazu:
http://www.langenachtderforschung.at/index.php?option=com_jumi&fileid=21&Itemid=161&group_id=3858

und in der Station U25 zeigt Birgit Hofstätter gemeinsam mit Jugendlichen: Wie ermutigt man Jugendliche zu einem kritischen und kreativen Umgang mit Medien? Nähere Informationen:
http://www.langenachtderforschung.at/index.php?option=com_jumi&fileid=21&Itemid=161&group_id=3859

Beide Stationen geben Einblick in aktuelle Forschung des
IFZ-Forschungsbereichs "Frauen - Technik - Umwelt" und bietet Besucher*innen die Möglichkeit sich zu informieren, mitzudiskutieren und selbst Dinge auszuprobieren.

Referatsthemen dieses Semester

Ab heute beschäftigen sich die Lehrveranstaltungs-Teilnehmer*innen dieses Semesters mit unseren beiden Hauptthemen im Detail. Unter den insgesamt zehn zur Auswahl stehenden Unterthemen wurden diesmal folgende ausgewählt:

Technologie als LernINHALT am Beispiel von Unterhaltungselektronik:
  • Unterhaltungselektronik für Kinder – Spielzeug
  • Produktinformation und Werbung (Prospekte zu Geräten, schriftliche Produktinformationen zu Geräten in Geschäften, Prospekte/Internetseiten/Zeitungsinserate von Elektromärkten, etc.)
  • Bedienungsanleitungen (Aktuelle und auch alte Bedienungsanleitungen von Unterhaltungselektronik)
  • Verkauf (Geschäfte, Verkaufssituationen, Messen, Produktvorstellungen)
  • Verwendung (Sichtweise von KäuferInnen/AnwenderInnen von Unterhaltungselektronik, Internetforen zu Tipps/Problemlösungen)

Technologie als LernMETHODE am Beispiel von Lernen mit Medien:
  • Radio (Politische Bildung? FM4, Ö1)
  • Twitter (Politische Bildung, z.B. #aufschrei)
  • YouTube (z.B. Stricken lernen „urban knitting“, „guerilla knitting“)

Wie geht es österr. Jugendlichen, wenn sie an einem für sie neuen Fahrscheinautomaten ein Ticket lösen müssen?

Die aktuelle PISA-Studie zum "Problemlösen" betrachtet u.a. auch Aspekte der technologischen Kompetenz, die wir in unserem Seminar behandeln. Sich auf Neues einzustellen, bekannte Strategien auf neue technische Geräte anwenden und sich mit Problemen zielführend auseinanderzusetzen sind Fähigkeiten, die es in einer technologischen Zivilisation braucht.

Doch nun zur Ausgangsfrage: Wie geht es österr. Jugendlichen, wenn sie an einem für sie neuen Fahrscheinautomaten ein Ticket lösen müssen?

""Mittelmaß" lautete das Ergebnis der ersten Pisa-Studie vor 13 Jahren. Und "Mittelmaß" steht auch in der neuen und für längere Zeit letzten "Schulnachricht" der OECD an Österreich: Unsere Schüler sind demnach mittelmäßige Troubleshooter. ...

...

Die Problemlösefähigkeit der hierzulande getesteten 15-Jährigen brachten einen Punktewert von 506 (exakt so wie 2002) ein, der liegt in unmittelbarer Nähe des OECD-Mittelwerts von 500 Punkten, was einem recht weiten Rangbereich zwischen Platz 13 und 22 von insgesamt 44 teilnehmenden OECD-Staaten und Partnervolkswirtschaften entspricht.
....

Die Schüler mussten zum Beispiel an einem virtuellen Fahrscheinautomaten bestimmte Tickets kaufen, auf einer Straßenkarte die Dauer der schnellsten Route von A nach B herausfinden oder mit einem kaputten Elektrogerät zurande kommen.

...

Die Mittelfeld-Leistungen der österreichischen Schüler sind übrigens allgemein etwas niedriger, als man angesichts der Pisa-Ergebnisse in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften erwarten würde, heißt es im neuen OECD-Pisa-Bericht."

Aus: Der Standard 2.4.2014
http://mobil.derstandard.at/1395363815644/Pisa-Studie-Oesterreichs-Schueler-sind-mittelmaessige-Troubleshooter

Alle Links in Popups öffnen

alle Links auf der aktuellen Seite in einem neuen Fenster öffnen 

Aktuelle Beiträge

Semesterrückschau
Ein Semester ist fast vergangen und so auch der 2....
hofstaetter - 25. Jun, 17:24
Details zur Seminararbeit
Ihre Seminararbeit, die Sie bitte bis spätestens 31....
hofstaetter - 25. Jun, 17:18
Nicht vergessen: 17....
Liebe Studierende, bitten denken Sie daran, spätestens...
Thaler - 2. Jun, 08:05
Eventuell eine Literaturangabe...
Falls Sie zum theoretischen Hintergrund der Lehrveranstaltung...
Thaler - 2. Jun, 07:55
Wie wäre es mit "Handyfasten"?
Haben Sie schon einmal versucht 1 Tag oder 1 Woche...
Thaler - 2. Jun, 07:49

How smart technologies brought e-learning to another level

This and other topics of mobile learning can be downloaded here: http://www.ifz.tugraz.at/ias/IAS-STS/Publications/Proceedings-11th-IAS-STS-Annual-Conference-7-8-May-2012

Was ist EYS?

"EYS - Engineer Your Sound!" war ein Forschungsprojekt im Rahmen des österreichischen BMWF-Programms Sparkling Science. Inhalt ist die partizipative Technikgestaltung am Beispiel Musik und die Beteiligung von SchülerInnen an der Entwicklung didaktischer Konzepte zur interdisziplinären Technikbildung.
Ziel ist die Entwicklung fachdidaktischer Konzepte für den Schulunterricht, die Interesse und Kompetenzen an Technik und Naturwissenschaften fördern.
Auftraggeber:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (Österreich)
Projektbeteiligte:
IFZ Graz - Anita Thaler, Christine Wächter und Birgit Hofstätter
Institut für Elektronische Musik und Akustik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz - Gerhard Eckel und Birgit Gasteiger
Musikgymnasium Dreihackengasse Graz - Klasse 8 Mo mit Ulrike Weitlaner und Hermann Grießer
Universität Landau - Isabel Zorn
Laufzeit: 2008–2009

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Status

Online seit 6420 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 26. Jun, 16:40

Credits


Hilfreiches
Projektbeschreibungen
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren